Das Jahr lecker ausklingen lassen: vegane Ideen fürs Silvester-Raclette


Silvesterschmaus mit der Familie - das waren noch Zeiten! Bei uns war es schon immer eine Tradition, das Jahr mit einem leckeren und üppigen Raclette-Buffet ausklingen zu lassen. Bevor es auf die Piste geht, sitzt man noch einmal gemütlich zusammen, lässt das Jahr Revue passieren und kann sich sein Essen in den kleinen Pfännchen individuell zusammenstellen. Dass ihr auch als Veganer nicht auf solche Events verzichten müsst, zeigen euch meine Ideen fürs vegane Raclette. Lasst es euch schmecken! 😊

Wir besitzen einen Raclette-Grill von Clatronic (RG 2892)* und sind total zufrieden damit. Das Aufheizen dauert nicht lange und es gibt 8 kleine Pfännchen, eine Grillfläche sowie einen heißen Stein. Doch was soll nun am besten auf den Grill?
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SEITAN, TOFU UND CO.

Wer einen Fleischersatz braucht, wird mit Tofu, Lupine oder Seitan garantiert nicht enttäuscht. Klein geschnitten eignen sich diese Produkte bestens, um die Pfännchen zu befüllen oder den Grill zu bestücken. Dabei ist der Fantasie keine Grenzen gesetzt, sodass ihr den Tofu selbst marinieren und würzen oder auch ein fertiges Produkt aus dem Bioladen kaufen könnt.

Eine besonders große Auswahl gibt es im Bioladen oder auch bei boutique-vegan, wo ihr  sogar ausgefallene Sachen wie Veggie Ente oder "Rinderfilet" bekommt. Sehr lecker sind auch verschiedene Tofu-Sorten, zum Beispiel Räuchertofu, Mango-Curry oder im Feta-Style.

Meine Tipps für den Raclette Abend:

- Wheaty Vegankebap Curry 
- Taifun Räuchertofu
- Taifun Curry-Mango Tofu
- Like Meat "Gyros Streifen"



GEMÜSE IN ALLEN VARIATIONEN 

Der Klassiker bei jedem Raclette - das Gemüse! Die Möglichkeiten sind dabei so vielfältig, dass ihr viele unterschiedliche Pfannengerichte kreieren könnt. Nehmt einfach euer Lieblingsgemüse, schneidet es in kleine Stücken oder auch in Scheiben, wenn ihr sie auf den Grill legen wollt. Am besten eignen sich Pilze, Zucchini, Auberginen, Lauch oder Tomaten. Knoblauch oder Zwiebeln dürfen bei mir auch nicht fehlen, denn sie geben jedem Gericht ordentlich Pepp.

Außerdem habe ich noch einen kleinen Geheimtipp: Kürbis! Klein geschnittene Kürbis-Stücke, die zusammen mit anderem Gemüse in die Pfanne kommen, sind einfach nur hammer lecker. Am besten kocht ihr sie aber vor, damit sie in der Pfanne nicht zu lange brauchen. In Kombination mit einer leckeren Sauce oder mit einem Dip wie Hummus wird das Ganze zu einem echten Silvesterschmaus.

Meine Tipps für den Raclette Abend:

- Frühlingszwiebeln/Lauch in kleine Ringe schneiden
- Champignons in feine Streifen schneiden
- Tomaten kleinhacken
- Brokkoli in kleine Röschen schneiden



KARTOFFELN, NUDELN & REIS

Eine sehr gute Abwechslung zum Gemüse sind auch Beilagen wie Kartoffeln, Reis oder Nudeln. Diese kocht ihr am besten vor, damit sie in der Pfanne nicht so lang brauchen. Die Kombination aus überbackenen Kartoffeln, Lauch und einer leckeren Sauce ist einfach unschlagbar im Raclette. Mit dem Reis kann man besonders gut asiatische Pfännchen zubereiten und zum Beispiel Tofu, Reis, Mango-Stücken und Curry-Sauce miteinander kombinieren.

Natürlich muss man diese Beilagen auch nicht unbedingt zum Raclette geben, sondern kann sie am Abend auch separat servieren und dann nur mit dem Pfanneninhalt toppen. Auf diese Weise passt dann natürlich auch mehr in die Pfännchen 😉

Meine Tipps für den Raclette Abend:

- (Süß-)Kartoffeln gekocht und in Würfel geschnitten
- Vollkornnudeln gekocht und klein geschnitten
- Basmatireis gekocht
- Lazzaretti Spirali-Nudeln aus roten Linsen gekocht



 KÄSE

Was wäre ein Raclette bloß ohne Käse? Im ursprünglichen Sinne gibt der Käse dem Raclette sogar seinen Namen, denn racler heißt so viel wie "kratzen" und bezeichnet das Abschaben des geschmolzenen Käse vom Käselaib. Doch keine Panik - es gibt sehr gute vegane Käse-Alternativen, die im Raclette-Grill sogar schmelzen. Geschmacklich gibt es da jedoch große Unterschiede, also probiert euch lieber rechtzeitig durch. Einige Sorten, die irgendwie eher nach Plastik schmecken, sind absolut ungenießbar. Eine sehr gute Übersicht von raclettetauglichen Käse-Alternativen gibt es zum Beispiel bei Kokku-Online.

Meine Tipps für Käse-Alternativen:

- Wilmersburger Pizzaschmelz (mit etwas Sojasahne gemischt)
- Daiya cheddar oder Mozzarella style shreds
- Simply V Genießerscheiben
- Violife Scheiben

Die beste Käse-Alternative ist und bleibt aber immer noch der Hefeschmelz, den du ganz einfach Zuhause vorbereiten kannst. Er ist von der Konsistenz her einfach unschlagbar, wird beim Überbacken knusprig und schmeckt durch die Hefeflocken auch noch total lecker! Diese bekommst du im Bioladen oder inzwischen auch in vielen Supermärkten.

Hier das Rezept für den Hefeschmelz (für 5-7 Personen):

- ca. 100 g Pflanzenmargarine in einem Topf schmelzen lassen
- 70 g Mehl hinzugeben und beides gut vermischen
- 320 ml Wasser hinzugeben und alles kochen lassen, bis die Masse dickflüssig wird
- 70 g Hefeflocken und 2 TL Senf dazugeben
- mit Salz, Pfeffer und Gewürzen deiner Wahl abschmecken



 SAUCEN UND DIPS

Neben Klassikern wie Senf und Ketchup, können auch ein paar Saucen und Dips das Raclette-Buffet auflockern. Sie eignen sich besonders gut für gegrilltes Gemüse oder können einfach zu den Zutaten in die Pfanne gegeben werden. Eurer Fantasie sind dabei wie immer keine Grenzen gesetzt, denn von Hummus über Currysauce bis hin zum Tzatziki eignet sich fast alles für den Raclette-Abend. Eine große Auswahl findet ihr sicherlich in eurem Bioladen und teilweise auch im Supermarkt. Ich finde zum Beispiel die Produkte der "vegan leben" Marke von Famila total klasse.

Meine Tipps für fertige Saucen & Dips: 

- Hummus vom Attila Hildmann Shop
- Vegan Creme wie Aioli von "vegan leben" 
- Vegan Creme wie Remoulade von "vegan leben" 
- Cajun Island Grillsauce von Sanchon  

Wenn ihr doch lieber alles selbst machen wollt, kann ich euch Guacamole, Hummus, veganes Tzatziki, Joghurt-Erbsen-Dip, Mango Chutney oder auch Basilikum-Ketchup empfehlen. Im Internet gibt es viele einfache vegane Rezepte, sodass ihr dort bestimmt etwas herausfindet. Im Blog Veganguerilla, auf Simply-Vegan.org oder bei Chefkoch gibt es jede Menge tolle Anregungen.

Meine Tipps für selbstgemachte Saucen & Dips:

- Guacamole aus Avocado, Zwiebeln, Zitronensaft, Salz und Pfeffer
- Hummus aus pürierten Kichererbsen, Pfeffer, Sesam-Mus, Kümmelpulver und Knoblauch
- Currysauce aus Mandelmus + Wasser, Currypulver, Salz und Pfeffer
- Basilikum-Ketchup aus pürierten angebratenen Zwiebeln + Tomaten, Salz, Pfeffer und Basilikum


SÜßES FÜR DAS RACLETTE

Etwas ungewöhnlich, aber dennoch eine geniale Idee ist es, einfach mal ein süßes Pfännchen zu kreieren. Im letzten Jahr habe ich das zum ersten Mal ausprobiert und war gleich total verliebt! Ich bin ein Fan von gebackener Banane und von Schokolade - warum nicht alles in eine Pfanne geben und schmelzen lassen? Mir läuft schon nur vom Gedanken daran das Wasser im Mund zusammen! 😍

Vegane Marshmallows, Nüsse, Äpfel, Birnen, Erdnussbutter und sogar Joghurt können in den Pfannen erhitzt werden und sorgen garantiert für die ein oder andere kulinarische Überraschung. Am letzten Tag des Jahres müsst ihr auch nicht auf die Kalorien schauen!

Meine Tipps für den Raclette Abend:

- Bananen, Schokolade und Marshmallows
- Äpfel, Zimt und ein bisschen Soja Sahne
- Birnen, Zartbitter-Schokolade und Minze
- Weintrauben, Äpfel und Birnen mit Karamellsauce


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Ich hoffe, meine Tipps und Anregungen haben euch gefallen! Wenn ihr noch weitere Ideen habt, hinterlasst gern einen Kommentar. Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins Jahr 2017 und einen guten Appetit! 💚

Habt ihr auch schon veganes Raclette gemacht? Was gab es bei euch?



Juliane


* Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link. 

Kommentare

  1. Bei uns wird's etwas Simples sein. Verbrutzeler Räuchertofu mit Reis und diversem Gemüsegeschnipsel. Hab deine Seite gerade an meiner Wall geteilt bekommen. :)

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  2. Liebe Juliane!
    Danke für den tollen Beitrag. Besonders der Absatz über den Käseersatz finde ich toll und werde ich bestimmt beim nächsten Mal ausprobieren. Denn was wäre ein Raclette ohne Käse ;)
    Besonders beliebt bei unseren Raclette-Essen war immer die Dessertrunde. Neben Ananas, Pfirsich und Banane, gab es auch immer Pfannkuchen und Schokolade. Am Besten sind Obst und Schokolade in Kombination mit selbstgemachten Eis.
    Ohhh und während ich deinen Beitrag gelesen habe und dir ein Kommentar hinterlasse, bekomm ich richtig Lust auf Raclette ;)
    In diesem Sinne... Ein fröhliches Raclette-Schmausen und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
    Lieben Gruß sendet Maria

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  3. Danke für den Dessert-Tipp, total super! Vielen Dank, ich hoffe, ihr seid gut reingerutscht! Ich wünsche ein frohes neues Jahr :)

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  4. Hallo Juliane! Es sind viele neue Ideen bei deinem Raclette dabei, die ich morgen umsetzen werde :) An Marshmallows oder Nudeln hätt ich im Leben nie gedacht! Vielen Dank dafür :)

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  5. Huhu :)

    Das freut mich sehr! Viel Spaß beim Raclette :)

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  6. Hallo Juliane,
    danke für deine Tipps. Das Wheaty Kebab werde ich beim nächsten Mal ausprobieren.

    Ich möchte auch noch gerne zwei Tipps beisteuern: Violife-Käse lässt sich verwenden wie Raclette-Käse, schmilzt und schmeckt lecker (klar, ganz so schmeckt es nicht wie original Schweizer Käse). Es gibt ihn in allerlei Geschmacksrichtungen und unsere Favoriten sind bisher Olivenöl, Peperoni und Pilze. ;)
    Was ich auch noch sehr empfehlen kann, sind Ananas-Stücke zum Mitbrutzeln. Erinnert dann auch ein bisschen an Toast Hawaii oder Hawaii-Pizza.

    Dir noch eine schöne vegane Raclette-Saison! :) VLG Stephanie

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    1. Hallo, ich selbst lebe nicht vegan, möchte jedoch ein raclette mit einem veganen Gast machen. Wo bekomme ich den violife Käse (außer im Netz)? Vielen Dank?

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  7. Wie cool, danke für deine Tipps Stephanie! Ich liebe Toast Hawaii, Ananas werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren!
    Und Violife-Käse kenne ich bisher nur als Aufschnitt, meinst du den?

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  8. Hallo Juliane,
    sorry, habe jetzt erst die Antwort gesehen.
    Ja, in der Tat meine ich die ganz normalen Violife-Scheiben in den verschiedenen Sorten und nicht den Violife in der Pizzaversion, die extra zum Schmelzen gedacht ist. ;)
    VLG Stephanie

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  9. Hallo Juliane :-)
    Hast du vielleicht ein Rezept oder Mengenangaben zu der Mandelsauce? Das klingt total lecker.
    Viele Grüße,
    Iris

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  10. Hallo Juliane,
    danke für die vielen Tipps! Da war noch einiges für mich/uns dabei :-) Bei uns gibt es auch Räuchertofu, Kartoffeln, Gemüse und selbstgemachten Käseschmelz :-) Ich gebe Dir recht, der ist immer noch das beste :-)
    Vielen Dank und liebe Grüße
    Hans-Jürgen

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    1. Das freut mich! Gibt es dieses Jahr auch wieder Raclette? ;)

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  11. Hi!

    Raclette in veganer Form ist für mich eines der einfachsten Sachen und ich habe das schon öfters gemacht. Im Grunde ist es ja nur der Käse, der ausgetauscht wird. Das Highlight war bei mir da schon immer das leckere Gemüse.

    Ich mutze die Klassiker: Zucchini, Aubergine, Paprika, Tomate. Aber auch Erbsen und Mais oder gerne auch andere Bohnen. Die machen richtig herzhaft.

    Als Käse finde ich den Wilmersburger Pizzaschmelz immer noch von Preis und Leistung her als die einfachste Variante. Das passt. Der Daiya ist moderater im Preis, zieht aber krasse Fäden. Tipp für jeden Käse: in einer Schüssel mit Wasser bedecken, wieder abgießen und dann schmilzt er richtig geil!

    Den Grill nutzen wir persönlich eher weniger. Ab und zu legen wir schon die üblichen Verdächtigen drauf. Wichtiger ist mir da frisches Baguette aus dem Ofen;)

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  12. Danke für den Kürbis-Tipp, wird dieses Jahr aufjedenfall ausprobiert.

    Bei uns sind noch Gemüse Tortellini, Gnocchi und vorallem Tortillas sehr beliebt.

    An Gemüse auch Blumenkohl, Broccolie, Spinat (mit Zwiebeln und Knoblauch angebraten) und grüne Bohnen.

    Als Sauce machen wir immer noch Salsa und Bohnenmus, unglaublich lecker mit Guacamole, Mais, Kidneybohnen und Jalapenos zu den Tortillas.
    Sonst gibt es neben den von dir genannten noch eine vegane Sauce Bernaise.
    Wenn es mal fix gehen soll gibt es auch viele tolle Pestos, die gerade Nudel, Gnocchi, Tortilla und Gemüse-Pfannen leicht aufpeppen, genau wie mit Oliven und leckerem Antipasti.

    Für etwas frische haben wir gerne Ruccola und Cherry-Tomaten da (kommen nicht mit in die Pfanne, sondern hinterher auf die Pfanne oder eben die Pfanne auf einem leckeren Salat-Bett entleeren)

    Bulgur, angekeimt und angebratene Linsen und Backofen Kichererbsen machen sich auch toll in den Pfännchen.

    Dieses Jahr werden wir mal ein wenig mit Saitan-Fix experimentieren.

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  13. Hi Juliane,

    vielen Dank für Deinen ausführlichen Beitrag. Hier hast DU viel Zeit & Liebe investiert. Habe selber einen Blog mit meiner Partnerin zusammen und weiß daher, was es bedeutet, einen Blog zu pflegen.

    Ob Weihnachten,Sylvester oder nicht, ich liebe es einfach in geselliger Runde die feinsten Sachen zu verputzen. Schließlich muss man ja wieder etwas zum Abtrainieren schaffen, damit das nächste Jahr nicht so langweilig wird.

    Liebe Grüße aus Berlin

    Michael | Ernährungsberater & Mentaltrainer

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